Freitag, 2. September 2016

(kurz) Rezension: Girl in Black

Flieh. Verstecke deine Gaben und beginne in neues Leben, aber so einfach ist es dann doch nicht.



Inhalt:

Von seiner eigenen Hochzeit zu fliehen ist unüblich, aber Lia kann man das echt nicht übel nehmen. Die Musettis wollten sie nicht wegen ihres Talentes für Mode , sondern wegen ihrer Gabe die Gefühle von anderen Menschen kontrollieren zu können. Solch eine Gabe hat große Macht und Macht ist alles was die Musettis wollen und zwar um jeden Preis.
Um ihrer Zwangshochzeit mit dem grausamen Mafiasprößlig Mosetti Jr. zu entgehen flieht Lia in ihre alte Heimatstad Berlin um dort ihren Traum zu verwirklichen. Doch ihr eigenes Modelabel wird warten müssen, denn ihre Verfolger lassen nicht lange auf sich warten.


Bewertung:

Liebe: 4 Herzen
Spannung:4,5 Herzen
Andersartigkeit: 5 Herzen
Logik:2 -1,5 Herzen
Schreibstil: 3,5 Herzen

Ok, etwas vor dem ich nicht die Augen verschließen kann ist dass ein paar zu viele Zufälle. Spolier!
Sie kommt in Berlin an und die erste Person die sie kennenlernt ist ein Fotograf. Ok, aber die zweite ein Model mit dem sie sich auf anhieb gut versteht und deren bester Freund ebenfalls ein Model ist und beide arbeiten noch bei einem Designer, der rein Zufällig eine Aushilfe braucht. Wirklich , so viele Zufälle gibt es nicht. Spoiler Ende.
Was ich dem Buch aber hoch anrechne das in diesem Buch keine Friedefreude Eierkuchen Stimmung herrscht, sondern dass die Figuren die teilweise sehr brutale und seelenzersörende Realität zu spüren bekommen. Auch nach dem Tod meiner Lieblingsfigur (Ja, irgendwie stirbt meine Lieblingsfigur immer. Und hin und wieder stirbt sie sogar mehrmals. Sterben wiederbeleben. Als Toter zurückkehren. sterben.) ist die Trauerzeit nicht zu kurz und auch nicht zu lang, aber einen Heldentot braucht ja anscheinend jeder Roman. In dem Buch handeln einige Figuren sehr logisch, andere werfen bei mir nur fragen auf. Spoiler!
Lias Mutter gaukelt ihren Tod vor um vor de Mafiafamilie zu fliehen. In den Flashbacks wird immer wieder betont was für eine Liebevolle, liebherzige tolle Mutter sie ist und wie sehr sie Lia liebt. Aber anstatt ihrer Tochter in Berlin zu helfen ,
versteckt sie sich weiterhin und sie gemütlich dabei zu wie ihre Tochter auf eine  Schrottplatz lebt, fasst vergewaltigt wird und von ihrem Boss wie Dreck behandelt wird. Obwohl sie die Mittel hat ihr zu helfen. Eine Anonyme Spende ist jetzt nicht so der Auftrag. In dem Buch erfährt sie auch dass ihre Mutter von dem Tod ihres guten Freundes wusste und nicht eingegriffen hat als Lia wirkliche Probleme hatte oder um ihr Leben kämpfen musste und ihre ganze Erklärung ist: Es hat dich stärker gemacht ist das wirklich ihr Ernst. Ist die denn nach einem Leben wie bei den Mussetis nicht schon stark genug. Hat  sie dass nicht bewiesen als die mitten in einer Schießerei von ihrer Hochzeit geflohen ist. Außerdem was währe passiert hätte sie nicht fliehen können, sondern hätte heiraten müssen. Auf Gattenmord steht Gefängnis. Also wirklich das Wesen der Mutter ist nicht wirklich durchdacht. Der Autorin schien dass dann auch aufzufallen und deshalb stirbt die Mutter nach drei Seiten Aufenthalt mal kurzerhand wieder. Als Nevio dann später den Schacht hinunterklettert, welchen sie hinunter gestützt ist findet er keine Leiche und tritt auch nicht in Überreste. Puff einfach weg. Der Schacht wird jetzt nicht so den riesigen Durchmesser haben, dass man die Leiche auf dem Boden von der Entfernung heraus nicht mehr sehen kann. Auch als Nevio mit dem Feuerzeug den Ausgang sucht muss er doch über die Leiche stoßen. Von dem Aufprall her ( der Schacht ist mind. 5 Meter hoch.) müsste dort doch eine richtiges Chaos sein ,aber niente Nada.
Spoiler ende.

Das Ende fand ich dann doch wieder ganz gut. Zumindest ich hege die Vermutung dass die Person am Ende in "ganz besondere Beziehung" zu Lia steht, auch wenn das ebenfalls voll unlogisch ist. Aber de Erklärung stammt ja von der Mutter und die hat meiner Meinung nach ja eh nicht mehr alle Tassen im Schrank. Bestimmte viel kleinere Details nerven mich auch, aber schwamm drüber es ist ja immer noch eine kurz Rezension

Cover:

Zu guter Letzt muss ich nochmal über das Cover meckern. Girl in Black versteh ich , aber ein Bild scharf zu stellen ist jetzt nicht so der Auftrag. Auch auf dem Arm des Models ist etwas abgedruckt. Der für mich schmutzige Oberarm soll wohl die magischen Muster bilden , aber steht im Buch nicht die Muster beginnen an den Händen und nicht auf den Oberarmen. Ohne das Mädchen und mit größerem nicht pinken Titel hätte das Buch bestimmt cooler ausgesehen.

Figuren:

Lia ist ne ganz nette Protagonistin, wenn sie auch manchmal ein bisschen zu viel Glück hat. Ihre Beziehung zu Nevio ist auch ganz Ok. Ihre Tarnung ist bis auf ihren Style schon etwas miserabel.

Nevio erfüllt gleich drei wichtige Dinge für die Handlung des Buches.
1. Er ist Fotograf
2. Er verliebt sich in Lia
3. Sein Vater ist Polizist
Auch ist sein Name meiner Meinung nach ungut gewählt das dieser auch sehr Italienisch klingt und nicht besonders Deutsch. Da flieht Lia gerade vor diesen ganzen Paolo's und Angelo's und wen trifft sie Nevio.

Nun die beiden Sitekicks:
Ihre neue Freundin ist praktischer Weise steinreich und besorgt ihr einen Job. Von ihren Männerproblem will ich mal gar nicht anfangen.
Ihr Kollege ist super nett und hat ein großes Herz. Auch stellt er keinen Charakter da , welcher nur auf seinen Sexualität beschränkt wird. Daumen hoch für einen fasettenreichen schwulen Typen.

Zu guter Letzt der Bösewicht über welchen ich nicht viel sagen kann, da er mir nicht als extrem präsent im Roman rüberkam.


Als Buch aus einen Onleihe oder Bücherei ganz gut. Kaufen würde ich es mit jetzt nicht notwendiger weise.

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